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Der Wetterhahn

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Wetterhahn auf dem Dach einer klassizistischen Villa in Wien Dornbach. Einst das Heim von Georg Eisler von Terramare (1889–1948), österreichischer Dramatiker und Regisseur, der wegen seiner jüdischen Herkunft vor den Nationalsozialisten nach Bolivien fliehen musste und dort im Jahre 1948 verstarb.

Muttergottes der Popper-Villa

Muttergottes unter dem Dach der Popper-Villa

„Da sind sie ja endlich, meine weit gereisten Gäste!“, rief Moll ihnen entgegen. Als wäre dieser theatralische Ausruf nicht genug, schickte er leicht hüstelnd folgenden scharfsinnigen Spruch „eines alten Dornbachers“ hinterher: „Große Herren fahren rasch vorüber. Grad die, die hätten reichlich Zeit. Kleine Leut – der Herrgott hat sie lieber – reisen langsam und sie wandern weit.“
Aus: Bilder lügen nicht: Ein Fälscher-Roman

Molls Zitat stammt aus Terramares Weihnachtslegende „Uns ward ein Kind geboren“, eine in Bolivien verfasste Liebeserklärung an Dornbach. Der Dichter wohnte bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten in der Heuberggasse 10.