Navigation Menu+

Hernalser Stiegenhaus

stiegenhaus_640

„Auch hier im Treppenhaus sollten Sie sich in Acht nehmen“, blinzelte Mescha. Erneut stand er in seinen tadellosen Bügelfalten vor ihr. Nur trug er diesmal zur Buchhalterhose eine gelbe Regenjacke. Seine vom Regen durchweichten Turnschuhe quietschten auf dem Mosaikboden. Edith schaute in sein weiches, noch immer gebräuntes Gesicht. Sie bat ihn, Dora zu rufen. Er nickte, verschwand in seiner Wohnung. Die Türe ließ er angelehnt.
Edith glaubte, dahinter einen offenen Schrank voller Hausrat zu erkennen. Sie kannte die Räume im Parterre nicht, hatte nur vom Garten aus Kakteen und Farne hinter den Gittern der Fenster gesehen. Es waren dankbare Ableger der Pflanzen, die überall im Haus herumstanden. Nach einer Weile kam Dora daher. Sie hatte eine Zigarette im Mundwinkel und trug eine schläfrige Katze auf dem Arm.